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Ratgeber · Fachbodenregale

Fachbodenregal richtig auswählen: System, Maße und Traglast

6 Min. Lesezeit· Aktualisiert 14.06.2026

Das Fachbodenregal ist das Arbeitspferd jedes Lagers. Wer System, Maße und Traglast von Anfang an richtig wählt, spart Aufstockkosten und vermeidet teure Fehlplanungen. Dieser Leitfaden führt Sie in sechs Schritten zur passenden META-Konfiguration.

Inhalt
  1. Grund- oder Anbauregal?
  2. Fachlast und Feldlast bestimmen
  3. Höhe, Breite und Tiefe festlegen
  4. Oberfläche: verzinkt oder lackiert?
  5. Zubehör von Anfang an mitdenken

Grund- oder Anbauregal?

META Fachbodenregale werden als Grundregal (GR) und Anbauregal (AR) geliefert. Das Grundregal steht für sich allein und besitzt zwei komplette Rahmen. Das Anbauregal teilt sich einen Rahmen mit dem Nachbarfeld und kommt daher mit einem zusätzlichen Rahmen aus – das senkt die Kosten je laufendem Meter.

Faustregel für eine Regalzeile: ein Grundregal plus beliebig viele Anbauregale. Erst diese Reihung macht eine durchgehende Regalwand wirtschaftlich.

Fachlast und Feldlast bestimmen

Zwei Werte entscheiden über die Statik: die Fachlast (Traglast je Boden) und die Feldlast (Summe aller Böden eines Feldes). Beide hängen von Bodentyp, Regaltiefe und Stützweite ab und stehen in den technischen Daten jedes Artikels.

Wiegen Sie typische Lagergüter und rechnen Sie einen Sicherheitspuffer ein. Wer zu knapp plant, muss später Böden verstärken oder Felder umbauen.

  • Leichtgut (Kartons, Ordner): Fachlast bis ca. 150 kg meist ausreichend
  • Mittelschweres Lagergut: 150–230 kg je Boden einplanen
  • Schwere Einzelteile: schwerlastfähige Böden oder Weitspannregal prüfen

Höhe, Breite und Tiefe festlegen

Die Regalhöhe richtet sich nach Raumhöhe und Zugriffsart: Bis rund 2.000 mm ist alles ohne Hilfsmittel erreichbar, höhere Regale brauchen Tritt oder Leiter. Übliche META-Höhen sind 2.000, 2.500 und 3.000 mm.

Die Fachbreite (Stützweite) beeinflusst die Fachlast: breitere Felder tragen je Boden weniger. Die Tiefe richtet sich nach dem Lagergut – 300, 400, 500 oder 600 mm sind Standard. Tiefer ist nicht automatisch besser, weil hinten gelagerte Ware schwerer zugänglich ist.

Oberfläche: verzinkt oder lackiert?

Verzinkte Regale (vzk) sind robust, preiswert und ideal für Werkstatt, Lager und feuchtere Umgebungen. Lackierte Ausführungen in RAL 7035 (Lichtgrau) wirken in Büro-, Verkaufs- und Archivräumen hochwertiger und einheitlicher.

  • Verzinkt: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, unempfindlich
  • RAL 7035 lichtgrau: saubere Optik für repräsentative Bereiche

Zubehör von Anfang an mitdenken

Zusatzböden erhöhen später die Fachzahl, Trennstege ordnen Kleinteile, Fachbodenkanten und Etikettenhalter erleichtern die Kommissionierung. Wer den Bedarf gleich mitbestellt, vermeidet Nachlieferungen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fach- und Feldlast?
Die Fachlast ist die maximale Traglast eines einzelnen Bodens, die Feldlast die Summe aller Böden eines Regalfeldes. Beide Werte dürfen nicht überschritten werden und stehen in den technischen Daten jedes Artikels.
Kann ich ein Fachbodenregal später erweitern?
Ja. An ein Grundregal lassen sich beliebig viele Anbauregale anschließen, und mit Zusatzböden erhöhen Sie die Fachzahl pro Feld jederzeit nachträglich.
Welche Höhe ist ohne Leiter sinnvoll?
Bis etwa 2.000 mm erreichen die meisten Mitarbeitenden den obersten Boden ohne Hilfsmittel. Höhere Regale sollten mit Tritt oder Leiter bedient werden.